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Himmelpind Bike Park

Der wohl höchstgelegene Mountainbike-Trail von Vejle befindet sich im Stadtteil Trædballe westlich des Stadtzentrums. Der unter Naturschutz stehende, bewaldete Hügel ist insbesondere für seine tolle Aussicht auf Vejle und das Tal Vejle Ådal bekannt. Der Aussichtspunkt Himmelpind liegt in etwa 69 m Höhe. Hier haben örtliche Mountainbiker eine technisch anspruchsvolle MTB-Trail angelegt.  

Zur Anlage der nur 550 m langen Technikstrecke wurden mehr als 330 Tonnen Baumaterial auf den Himmelpind geschleppt. Trotz ihrer bescheidenen Länge beinhaltet die Bahn alles, was nötig ist, um den Puls zu beschleunigen und selbst erfahrenste Mountainbiker herauszufordern. Der Himmelpind Bike Park umfasst sowohl Loops als auch technische Kurven, An- und Abstiege sowie mehrere Hindernisse wie natürliche Wurzeln, Drops, Hops, Rockgardens und Berms.

Der Himmelpind Bike Park richtet sich an geübte Mountainbiker, doch auch andere, die sich den Herausforderungen stellen möchten, sind willkommen. Der perfekte Trail, um Techniken zu üben, mit dem Bike zu spielen und Spaß zu haben. Auch die Steigungen im Wald eignen sich perfekt zum Mountainbiken. Es liegen Pläne vor, den Trail zukünftig zu erweitern, vielleicht sogar auf die doppelte Länge.

Der Aussichtspunkt Himmelpind bietet sich auch als Picknickplatz an. Hier gibt es Tische, Bänke, einen Grill sowie Naturpfade, die durch die Umgebung führen.

Vom Vardevej aus führen Schilder zum Himmelpind und von hier aus zur Mountainbike-Trail. Der eigentliche Aufgang zum Aussichtspunkt erfolgt über einen gleichmäßig ansteigenden Weg oder eine Treppe. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem 170 m von Himmelpind entfernten Parkplatz.

Die Geschichte des Himmelpind
Der Himmelpind wurde in den 1930er Jahren landesweit bekannt, als der Wirt des am Fuße des Hügels gelegenen Gasthofs Trædballehus Kro dort einen Lustgarten anlegte und Bälle mit Spielmannsmusik veranstaltete. Frederik Iversen war einer der Spielmänner und komponierte die beliebte Trædballehus-Polka. Die Leute strömten herbei, um das Tanzbein zu schwingen, und die ersten Live-Übertragungen im dänischen Radio wurden vom Trædballehus gesendet. Später wurde das Ausflugsziel um eine Freilichtbühne und eine Rennstrecke erweitert.

1958 wurde der „Trædballe Zoo“ auf dem Himmelpind eröffnet mit vielen verschiedenen Tieren, u. a. Elefanten, Löwen, Seelöwen und Pinguinen. 1971 siedelte man die Tiere in den heutigen Givskud Zoo um, riss die ehemaligen Gebäude ab und stellte den Ort unter Naturschutz.

1996 war der Himmelpind komplett zugewachsen, als eine Gruppe Ehrenamtlicher das Gelände erwarb und räumte. Sie gründeten den Förderverein „Himmelpinds Venner”, um die erforderlichen Mittel für die Erhaltung des Naherholungsgebiets zu beschaffen. Der Verein hat u. a. kleine Schilder angebracht, die über die Tiere im ehemaligen Zoo informieren.

Ganz oben auf dem Himmelpind findet man noch immer den von Frederik Iversen aufgestellten großen Stein mit der Inschrift: „Vil du kvæge sjæl og sind, se dig ud fra Himmelpind, eng og by og skov og fjord, dejlig er Guds grønne jord.” (Willst du Seele und Geist erquicken, solltest du vom Himmelpind hinunterblicken; auf Wiese und Stadt, Wald und Fjord, wie herrlich ist doch Gottes grüne Erde.)